Rezension: „Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik

Nachdem ich im Juli kaum dazu kam, Bücher zu lesen, läuft der August bis jetzt doch gleich besser.

Daher kommt heute meine Rezension zu einem Buch, auf welches ich schon länger ein Auge geworfen habe. Zudem schrieb neulich Favola eine Rezension darüber und erinnerte mich wieder an dieses Buch. Auch Elli hat bereits vor längerem über dieses Buch geschrieben.

„Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik: Meine Meinung

Zum Inhalt haben Elli und Favola schon einiges gesagt (ohne zu viel zu verraten), das möchte ich jetzt nicht wiederholen, schau gerne mal in ihre Blogbeiträge rein.

Für mich erwies sich das Buch als ein echter Pageturner, ich hab es weitgehend am Stück verschlungen.

Aber dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Personen. Warum ich das denke? Quasi bis zum Schluss schwingt unterschwellig eine stetig anwachsende bedrohliche Atmosphäre mit. In einer anderen Rezension (Sorry, weiß leider nicht mehr von wem), wurde das als starker Minus-Punkt angekreidet. Nachdem ich mich ein wenig eingelesen hatte, kann ich das nur bestätigen. In den Zwischentönen herrscht eine Stimmung, wie man sie eher im Horrorgenre vermuten könnte.

Zusätzlich werden so einige Kreaturen beschrieben, die auch aus Alpträumen stammten könnten.

Ich finde, diese Stimmung passt genau zum Setting, der Geschichte und den Charakteren.

Ich habe die ganze Zeit mit der Hauptperson Agnieszka mitgefiebert und die Daumen gedrückt. Sie ist eine sehr sympathische und starke junge Frau.

Ich habe aber auch negative Kritik an der Geschichte:

  1. Der Drache (eigentlich ein Magier) ist grundlos ein Arsch. Ja, es werden dafür im Verlauf der Geschichte ein paar Gründe angeführt, aber die fand ich nicht sehr glaubhaft. Nur weil er einige Schwierigkeiten hatte, muss er nicht direkt ein Arsch werden.
  2. Eigentlich geht es die ganze Zeit nur um die Hauptperson. Andere Personen werden zwar auch beschrieben, die Geschichte bleibt jedoch sehr „Agnieszka-zentriert“.
  3. Die Story entwickelt sich vom Anfang an und bis zur Mitte gibt es keine Längen. Die zweite Hälfte hat zuerst ein langsameres Tempo, man kann also ein wenig „verschnaufen“. Das hat Vor- aber leider eben auch Nachteile.
  4. Leider hat mich der Schluss ein wenig enttäuscht. Der Schluss kam zu abrupt und wirkte auf mich wie eine zweite Geschichte, demzufolge fand ich die Auflösung auch passend, aber trotzdem irgendwie unbefriedigend.

Mein Fazit

Lese-Empfehlung für alle, die Spaß an etwas gruseliger Fantasy haben und auch vor detaillierten, ausführlichen Kampfbeschreibungen nicht zurückschrecken.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 Sternen.

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